Irland Geschichte
Kaum ein Land ist historisch so interessant wie Irland. Geschichte ist nicht gleich Geschichte, die von Irland ist wirklich sehr abenteuerlich und facettenreich – von Wikingerkriegen über Hungersnot bis zur erfolgreichen Wirtschaftmacht, die mit großem Selbstbewusstsein ihre Irland Flagge hisst.
Die Kelten – ein Meilenstein der irischen Geschichte
Begonnen hat alles ungefähr 10.000 Jahre v. Chr. Geschichtsexperten schätzen, dass zu jener Zeit die ersten Bewohner auf die Insel kamen. Etwa 400 v. Chr. kamen die berühmten Kelten ins Land, sie siedelten vom nördlichen Frankreich nach Irland über. Die keltischen Siedler prägten die Geschichte von Irland wie kaum ein anderes Volk, auch heute noch zeigt sich das Keltentum im Land so als ob es nie andere Völker gegeben hätte. Offensichtlich waren die frühen Bewohner recht modern, neuzeitliche Funde beweisen, dass die Kelten damals schon Radwagen fuhren und Wege aus Holz und Steinen bauten.
Der Wikinger Terror
Bis zum Jahr 795 wurde Irland von Eroberungen fremder Völker verschont, selbst von den Römern. Doch in jenem Jahr sollte die Geschichte von Irland neu geschrieben werden. Die berüchtigten Wikingerhorden fielen erstmalig über das Land her. Der Terror durch ständige Wikingerangriffe hielt etwa 200 Jahre an, viele der fremden Eindringlinge siedelten sich in Irland an und gründeten gar mehrer Städte. Eins der größten Angriffe mit 60 Wikingerschiffen geht aus dem Jahr 837 hervor. Tapfer hisste Irland seine Flagge gegen die gewaltige Übermacht mit dem Zeichen des Drachen. Immer wieder wehrten sich die Iren gegen die Eroberer, teilweise recht erfolgreich, aus einigen Gebieten konnten die Wikinger wieder vertrieben werden. Die historische Clontarf Schlacht aus dem Jahr 1014 brachte letztendlich das Ende der Wikingerherrschaft, die Eindringlinge waren endlich besiegt.
Die traurige Geschichte von Irland: Engländer und Hungersnot
Nur 157 Jahre nach dem Ende des Wikingerschreckens begann die wohl schwierigste Zeit der Irland Geschichte. Im Jahre 1171 bzw. 1172 kamen die Engländer und machten aus dem Land die Lordschaft Irland. In der Folge mussten die Iren sich viele Hundert Jahre bis ins 20. Jahrhundert hinein mit vielen blutigen Schlachten gegen die englischen Eindringlinge wehren. Diese versuchten den Iren ihren Glauben aufzuzwingen und ihr Land an Engländer zu verteilen. Unter anderem zerstörten die englischen Eroberer auch viele Klöster in Irland. Durch die Aufstände der Iren wurde nicht nur viel Blut vergossen, es kam zur Verarmung und Hungersnot auf der Insel, besonders im Zeitraum von 1727 bis 1729 sowie 1740 bis 1741.
Im Jahr 1845 beginnt der tragischste Teil in der Geschichte von Irland, 4 Jahre lang wurde das Land von einer Hungerskatastrophe beherrscht. In jener schrecklichen Zeit kamen weit mehr als 1 Mio. Iren ums Leben, sie starben an Hunger oder den weit verbreiteten Folgekrankheiten. Ein Massensterben welches in der Geschichte aller Länder ihres gleichen sucht. Schuld an der ganzen Misere war ein Pilz, der die Kartoffelernte 4 Jahre hintereinander zunichte machte. Die Katastrophe bewegte viele Menschen dazu, Irland zu verlassen. Wahrscheinlich wären Länder wie die USA, Australien, Kanada oder auch Grossbritannien heute nicht so stark besiedelt, denn hierhin flüchteten in jener Zeit über 2 Mio. Iren. Und in den folgenden 100 Jahren bis zur Mitte des 20 Jahrhunderts verließen noch einmal mehr als 6 Mio. die Insel. Auch sie haben natürlich einen entscheidenden Anteil zur späteren Population der vier Länder, allen voran den USA beigetragen.
Irland heute
Im 20. Jahrhundert kam es zur entscheidenden Wende in der Geschichte von Irland. Zunächst erreichte das Land nach einem 2 jährigen Krieg gegen die Engländer im Jahr 1921 seine Unabhängigkeit wieder zurück. 1937 wurde die Irland Republik proklamiert, die irische Nationalflagge galt von da an offiziell als Symbol des Landes. 1949 entstand die irische Republik. Trotzdem war auch dieses Jahrhundert voll von blutigen Auseinandersetzungen mit England. Durch die Teilung des Landes kam es zum Nordirland Konflikt, die IRA kam zu ihrer traurigen Berühmtheit. Im Jahr 1998 kam es endlich zum ersehnten Friedensvertrag. Alleine der Nordirland Konflikt hat vielen tausend Menschen das Leben gekostet.
Bis in die Siebziger Jahre hatte Irland trotz neu gewonnener Freiheiten mit Hungersnöten, Armut und hoher Arbeitslosigkeit zu kämpfen. 1973 wurde mit dem Beitritt zur Europäischen Union ein weiterer Meilenstein der Irland Geschichte gelegt. Tatsächlich schafften die Iren in den Folgejahren den Aufstiege zu einer wohlhabenden Wirtschaftsnation, der seinen Höhepunkt in den Neunziger Jahren fand. Wie einst in der Deutschen Geschichte, schaffte Irland den Sprung zu einem der bedeutesten Exportländer der Welt. Inzwischen ist der Wohlstand auf der Insel so hoch, dass mehr nach Irland einwandern als auswandern. Der historische Aufschwung ist vor allem der konsequenten irischen Politik zu verdanken, die zahlreiche Anreize für Auslandsinvestoren schaffte. So gab es in der Geschichte von Irland doch noch ein Happy End. Wir wünschen den Iren, dass sie auch zukünftig mit Stolz die Irland Flagge hissen können.
Irland Flagge
Wie entstanden im Laufe der Geschichte die Farben der Irland Flagge? Was die farbigen Streifen der Flagge bedeuten, darüber streiten sich die Gelehrten bis heute noch. Denn eigentlich haben die Farben der Irland Flagge keine offizielle Bedeutung. Fest steht jedenfalls, dass Grün eine sehr traditionsreiche Farbe der Iren ist, sie symbolisiert schon seit eh und je den Kampf um die Freiheit Irlands. Andere erklären den grünen Streifen der Flagge als Symbol für die Naturinsel bzw. den Katholiken. Eine dritte Variante führt das Grün auf die Kelten zurück. Historisch betrachtet lässt sich die orangene Farbe den Ulster Protestanten bzw. Wilhelm von Oranien zuordnen. Der weiße Streifen der Irland Flagge soll den Frieden zwischen Protestanten und Katholiken bezeichnen, in der Geschichte von Irland kam es immer wieder zu heftigen Querelen zwischen diesen beiden Glaubensrichtungen. Dazu kommt das Irland eines der ersten Länder war die das Tagesgeldkonto eingeführt haben.
